05. Mai, 2011

Expeditionsbericht Teil 1: Edurne Pasaban auf dem Weg zum Everest

Die Bergsteigerin Edurne Pasaban, die 2008 als erste Frau der Welt 14  Achttausender bestiegen hat, beginnt eine neue Expedition am 4. April 2011. Ihr Ziel: Den Gipfel ohne Sauerstoff zu erreichen.

Folgender Bericht wurde von Edurne nach den ersten Tagen in Nepal geschrieben:

“Nach einem Ruhetag im Nanche Bazar sind wir heute bis Tengboche gekommen.
 
Unser Tag im Nanche Bazar war sehr entspannend: Wie sind zu einem höher liegenden Viertel namens Khunjung gegangen. Es war ein ordentlicher Fußmarsch und hat uns bezüglich unserer Akklimatisierung sicher sehr gut getan. Am Nachmittag sind wir zurückgekommen und durch die Stadt spazieren gegangen. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, ein Stück Kuchen im Baqueri zu essen. Es gibt sehr viele Leute im Tal. Wir haben viele Trekkinggruppen und Bergsteiger aus Mallorca, Katalonien, Madrid und aus dem Baskenland kennengelernt. Ehrlich gesagt, haben wir uns einen Moment lang wie zu Hause gefühlt – wie in irgendeiner Straße in irgendeiner Stadt in den Pyrenäen. Sind wir aber nicht! Wir sind im Nanche Bazar – es war ein eigenartiges Gefühl.

Heute sind wir sehr früh aufgestanden und Richtung Tengboche aufgebrochen.  Diese Etappe ist nicht besonders lang. Wir haben aber trotzdem 6 Stunden dafür gebraucht. Wir sind immer wieder stehen geblieben um Fotos zu machen und haben auch unterwegs Tee getrunken. Das Wetter ist nicht sehr gut. Nachmittags sind die Bergspitzen von Wolken bedeckt. Wir hatten schon etwas Regen, aber heute konnten wir den Mount Everest zum ersten Mal sehen – und ich muss zugeben, dass es mir bei dem Anblick kalt den Rücken hinunterlief. Wenn man Nanche verläßt und den Aufstieg beginnt, erscheint Ama Dablam fast sofort. Es ist ein großartiger Anblick. Man verliebt sich in diesem Berg auf dem ersten Blick. Ich hoffe, dass ich ihn eines Tages besteigen kann. Wenn man weitergeht, wird bald die Lhotse-Südwand sichtbar und darüber erscheint die letzte Etappe des Everestanstiegs.

Den Mount Everest von hier zu bewundern, von so hoch oben, finde ich unglaublich! Und wenn ich denke, dass wir nur noch 5.000 Meter zum Gipfel haben! Ich werde verrückt! Ich muss mich echt beruhigen. In den Bergen muss man alles Schritt für Schritt machen. Unser erstes Ziel ist das Basislager zu erreichen und uns entsprechend zu akklimatisieren.

Jetzt freue ich mich auf das Basislager, uns einzugewöhnen und mit dem Aufstieg zu beginnen. Beim Trekking in den letzten Tagen konnte ich mich mit den vielen Menschen im Tal nicht richtig konzentrieren. Ich weiß, dass wir den Mount Everest besteigen werden aber ich fühle mich irgendwie komisch. Ich mache mir aber keine Sorgen. Ich bin sicher, dass sich beim Erreichen des Basislagers alles ändern wird.”

Wir halten Sie auf dem Laufenden über Edurne Pasabans Erfahrungen in den nächsten Tagen der Expedition.
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