28. Oktober, 2013 , , ,

GORE-TEX Climb&Talk beim IMS 2013

Kletter Workshop mit Stefan Glowacz und David Lama am 19. Oktober 2013

Der Kiku International Mountain Summit, kurz IMS, fand vom 17. bis zum 22. Oktober 2013 bereits zum fünften Mal in Brixen statt. Top-Alpinisten und Experten aus der ganzen Welt kommen hier zusammen, Bergprofis und Spitzenkletterer ebenso wie berginteressierte „Normalbergsteiger“, Wirtschaftstreibende, Universitätsprofessoren oder Philosophen. Mittlerweile ist das Bergsteigertreffen eine feste Institution in der internationalen Alpinszene – mit Kongressen, Vorträgen, Ausstellungen und gemeinsamen Wanderungen mit bekannten Bergpersönlichkeiten. Für aktive Kletterer setzte die Marke GORE-TEX als einer der Hauptsponsoren des IMS heuer noch einen oben drauf: Gore organisierte für den IMS einen exklusiven Kletter-Workshop mit den beiden GORE-TEX Pro Athleten Stefan Glowacz und David Lama. Teilnahmevoraussetzung war das selbständige Vorsteigen im oberen sechsten Grad. Angesprochen wurden also Leute, die schon einiges an Klettererfahrung besitzen.

Klettern mit den Profis

Glück hatten die Gewinner nicht nur mit ihrem Los, sondern auch mit dem Wetter: Perfekte Herbstbedingungen mit blauem Südtiroler Himmel, Sonne satt und frischen Temperaturen ließen keine Ausreden am Fels zu. Der manchmal leicht abgespeckte Fels der Morderplotta – nicht etwa ein mörderischer Platz, sondern auf Deutsch „Marderplatte“ – bot ausreichend Haftreibung, Sonnenexposition und fast fünfzig tolle Routen ab 6a aufwärts. Und statt Plattenschleicherei war senkrechte oder leicht abdrängende Kletterei an kleinen Leisten und eine ordentliche Fußtechnik gefragt.

Wenn die Technik jedoch mal hakte und es partout nicht zum nächsten Griff reichten wollte, hielten David Lama und Stefan Glowacz mit ihren Klettertipps nicht hintern Berg: „Die Route bereits von unten studieren, um potentiell schwierige Stellen vorab zu planen!“, meint Glowacz. Klettern fängt bereits am Boden und im Kopf an, nicht erst, wenn man in der Wand hängt. Aber falls man trotzdem unterwegs Probleme bekommt? Na, „dann musst halt beißen“, so Glowacz weiter. Manch ein Teilnehmer hat zugegeben, angesichts der eigenen Kletterfähigkeiten in Anwesenheit der beiden Vollprofis leicht nervös zu sein. Dazu bestand jedoch kein Grund: Stefan und David müssen sich und anderen nichts beweisen und sind absolut tiefenentspannt. So konnte jeder den Tag stressfrei ganz nach seiner Fasson gestalten. Auch das Drumherum passte: Hanspeter Eisendle, selbst eine Legende in der Bergsteigerszene, zeichnete für die Organisation verantwortlich und stand als Sicherungspartner zur Verfügung.

Zum Abschluss des Klettertages lieferte Stefan Glowacz noch eine kleine Showeinlage ab. Die mutmaßliche 7c (oder war’s eine 7c+, vielleicht gar eine 8a?) entpuppte sich als äußerst fordernd. Stefan musste kein schauspielerisches Talent mehr aufbieten. Schweißperlen, Killerblick und Muskelzittern waren absolut echt. Eine Tour im oberen neunten Grad ist eben auch für einen echten Meister manchmal mehr als eine Aufwärmübung.