13. Dezember, 2013 , , ,

Powdern mit perfekter Ausrüstung: GORE-TEX Athlet Nico Zacek erklärt den heißesten Skitrend für den Winter 2013/2014

Die Berge erstrahlen in frischem Weiß und machen Lust auf Action im Schnee. Doch echte Schneeliebhaber zieht es nicht auf die Pisten, sondern in den unberührten Pulverschnee. „Der Trend geht eindeutig ins Backcountry“, bestätigt Nico Zacek. Der deutsche Vorzeige-Freeskier und langjährige GORE-TEX Athlet erklärt, worauf es im Winter 2013/2014 beim ultimativen Trip in den Powder ankommt, damit der Spaß auch Spaß bleibt.

Die Freiheit hat in den vergangenen Jahren Einzug ins Skifahren gehalten. Egal, ob abseits der präparierten Pisten oder in den Funparks – Freeskiing ist in aller Munde. Das echte Bergerlebnis beginnt jedoch erst dort, wo man mit dem Lift nicht mehr ohne weiteres hingelangt. „Alleine da draußen zu sein in der tief verschneiten Bergwelt, ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, erzählt Nico Zacek. Als Vorreiter der Freeski-Bewegung in Deutschland ist er schon seit einem Jahrzehnt regelmäßig für Film- und Fotoshootings im Powder unterwegs. „Früher war das fast nur mit dem Helikopter möglich, wenn man auf die Performance bei der Abfahrt nicht verzichten wollte“, erläutert der GORE-TEX Athlet. „Doch mit dem neuen Material kann man den Spaß beim Fahren mit einem unbeschwerten Aufstieg verbinden. Auch immer mehr Film-Crews greifen auf diese Möglichkeit zurück, allein schon aus ökologischen Gründen.“ Das echte Freeride-Feeling ist inzwischen beim Normalskifahrer angekommen und mit der richtigen Ausrüstung macht das nicht nur Spaß, sondern ist auch ein verantwortungsbewusst und sicher auszuübender Sport.

Wintertrend bei Ski, Bindung und Freeride-Schuhen: leichtere Materialien
Mit den stets breiter werdenden Freeride-Skiern wurde das Tiefschneefahren in den letzten Jahren immer einfacher und auch für Nicht-Profis ein pures Vergnügen. Allerdings wurden die Bretter mit zunehmender Breite schwerer und eine echte Last beim Aufstieg. Damit ist jetzt Schluss: Durch den Einsatz moderner Materialien werden Freeride-Ski im kommenden Winter erheblich leichter. Beste Beispiele sind der Völkl Katana V-Werks und der Carbon Megawatt von Black Diamond – durch Karbon-Bauweise wurden die bewährten Powder-Modelle um ein Viertel leichter. Zusammen mit einer modernen Freeride-Bindung wie der Duke von Marker oder der Tracker von Atomic, in denen die Stabilität einer klassischen Skibindung mit der Aufstiegsfunktion einer Tourenbindung vereint ist, entsteht eine neue Leichtigkeit im Backcountry.

„Die Entwicklung ist beeindruckend“, schwärmt Nico Zacek. „Beim Fahren merke ich keinen Unterschied und der Aufstieg fällt total leicht. Da werde sogar ich zu einem Konditionsmonster.“ Abgerundet wird ein solch modernes Set-up durch Freeride-Schuhe, die ebenfalls die Stabilität klassischer Skischuhe mit einer flexiblen Aufstiegsfunktion verbinden. Die Bedeutung dieses neuen Freeride-Trends zeigt sich nicht zuletzt dadurch, dass mit K2 und Scott zwei neue Hersteller in den Skischuhmarkt eingestiegen sind und mit dem Pinnacle 130 beziehungsweise dem Delirium FR 130 jeweils gleich ihr Top-Modell in diesem Segment angesiedelt haben.

Technische Ski-Outfits: noch atmungsaktiver und robustere Materialien
„Das Wichtigste beim Skifahren ist, dass ich mich wohlfühle“, erklärt Nico Zacek. Ausschlaggebend ist dafür vor allem die richtige Bekleidung. „Wenn ich mich warm und trocken fühle, kann ich mich voll aufs Fahrenkonzentrieren. Und das soll auch nach einem Aufstieg und im Schneesturm so sein, denn ich will ja nicht nur bei Kaiserwetter freeriden.“ Einen enormen Fortschritt bedeutet hier die neue Generation des GORE-TEX Pro Materials. Schon seit jeher der Standard für Funktionsmaterialien in Outdoor-Bekleidung, ist GORE-TEX Pro jetzt noch einmal robuster und deutlich atmungsaktiver als das Vorgängermaterial. Geblieben ist natürlich die dauerhafte Wind- und Wasserdichtigkeit, die bei GORE-TEX ja schon sprichwörtlich ist.

Das neue GORE-TEX Pro ist in vielen Outfits renommierter Hersteller von technischer Skibekleidung präsent. „Ich liebe mein Crusader Outfit von Sweet Protection“, so ein vom neuen Material begeisterter Nico Zacek. „Ich möchte es mit nichts tauschen, denn es sitzt perfekt und das GORE-TEX Material funktioniert unglaublich gut.“ Aber auch andere Schneider haben schöne Kleider. Das Explorair Outfit von Scott, das es in eigenen Schnitten für Männer und Frauen gibt, der retro-futuristische Heli Overall von Peak Performance, das Resist 3L Gore Jacket von Quiksilver oder das Trollveggen Jacket von Norrøna für Frauen halten selbst dem heftigsten Schneesturm stand und machen dabei eine gute Figur. Freeski-Legende JP Auclair setzt auf das Outland GORE-TEX Pro 3L Jacket von Armada.

Sicherheitstools: Lawinenairbag, LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und Helm
Auch wenn der Spaß im Vordergrund steht, sollte man nicht vergessen, dass Freeriden ein ernsthafter Sport ist und im winterlichen Gebirge stets alpine Gefahren drohen. „Die Lawinen-Airbags sind ein enormer Fortschritt. Auch wenn sie kein Freifahrtschein sind und nur als zusätzliche Sicherheit dienen sollten, fühle ich mich mit einem Airbag am Rücken im Powder viel wohler“, erzählt Nico Zacek. Obwohl die Lawinen-Airbag-Technologie vom deutschen Hersteller ABS® schon vor fast zwei Jahrzehnten vorgestellt wurde, setzt sie sich erst jetzt richtig durch. Ausschlaggebend dafür sind deutliche Systemverbesserungen – nicht zuletzt angetrieben durch neue Konkurrenz wie das Snowpulse System vom Schweizer Hersteller Mammut – und vor allem seit kurzem durch die Möglichkeit, die verschiedenen Lawinen-Airbagsysteme mit ausgewiesenen Freeride-Rucksäcken etablierter Hersteller wie etwa Dakine oder Ortovox zu verbinden. Ganz neu im kommenden Winter ist ein System von Black Diamond in Kooperation mit dem österreichischen LVS-Spezialisten Pieps, das erstmals nicht auf Druckluft-Patronen, sondern auf ein Düsengebläse zur Befüllung der Airbags baut.

Doch Lawinen-Airbags sind nur ein Teil im Sicherheitspuzzle von Freeride-Aspiranten. „Ganz wichtig ist, stets die komplette Lawinenausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde dabei zu haben, nie allein unterwegs zu sein und sich natürlich mit dem Equipment, der aktuellen Schneesituation und dem Gelände auszukennen“, mahnt Nico Zacek. „Und darüber hinaus ist ein Helm beim Freeriden ein absolutes Muss.“ Gerade bei Helmen hat sich für diesen Winter einiges getan. Das neue MIPS System, das von schwedischen Wissenschaftlern entwickelt wurde und bereits von einigen führenden Herstellern verwendet wird, bietet speziell bei typischen Skistürzen zusätzliche Sicherheit. Es dämpft effektiv gefährliche Rotationskräfte, die immer dann auftreten, wenn der Helm nicht gerade, sondern schräg im Schnee aufschlägt. Integriert ist das MIPS System zum Beispiel im Igniter MIPS von Sweet Protection oder im Fornix Backcountry MIPS von POC. Mit der richtigen Ausrüstung sind Stürze im Pulverschnee gut zu verkraften, denn Stürzen gehört beim Freeriden nun einmal dazu – selbst für Profis wie Nico Zacek.