06. September, 2011 , ,

Cerro Kishtwar: Ein neues Abenteuer beginnt …

Für David Lama, Stephan Siegrist und Denis Burdet hat jetzt eine neue gemeinsame Expedition begonnen. Für die drei ist es die erste gemeinsame Expedition in dieser Zusammensetzung. Aber Stephan Siegrist war bereits mehrmals mit beiden seiner Expeditionspartner unterwegs. Mit David Lama zum Beispiel am Asan in Kirgistan und mit Denis Burdet am Thalay Sagar und zuletzt am Arwa Tower.

Ihr Ziel ist der Cerro Kishtwar (6200 m) im indischen Kashmir Himalaya. Der auch Kishtwar Shivling genannte Berg liegt also im indischen Grenzgebiet zu Pakistan und China. In jüngerer Vergangenheit war die Region wegen kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan, für Touristen und Bergsteiger gesperrt. Erst seit kurzem ist es wieder möglich, das Gebiet zu besuchen.

Der Kishtwar besticht (wie der Arwa Tower und der Thalay Sagar bei früheren Expeditionen Siegrists)
durch seine ästhetische Form und durch den Umstand, dass er relativ frei steht und seine unmittelbaren Nachbarn deutlich überragt. Das Hauptinteresse gilt der 1000 Meter hohen Nordwand, die noch auf eine Erstbegehung wartet.

Komplettiert wird das Expeditionsteam durch den Amerikaner Rob Frost und den Schweizer Stefan Schlumpf. Die beiden sind zuständig für Film und Fotos. Während Stefan Schlumpfs Reise im Basislager enden wird, plant Rob auch am Berg noch Fotos zu machen und die Akteure selber zur Filmkamera greifen.

Die Nordwestwand wurde bereits in den 90 Jahren von den Engländern Andy Perkins und Brendan Murphy versucht. Sie haben einen unglaublichen Effort gezeigt  und kamen bis knapp unter den Gipfel, bevor sie aufgeben mussten. Die Erstbegehung gelang schliesslich 1993 Mike Fowler, der die Nordwestwand über eine Eis- und Schneerampe begehen konnte.

Der Gipfel des Cerro Kishtwar liegt auf 6200 m. Allein für die Anreise ins Basislager (3500 m) rechnet das Team rund zehn Tage. Sie hoffen, am 13.9. ihre Zelte im Basislager aufstellen zu können. Danach bleiben ihnen noch gut vier Wochen für die Besteigung.

Wer den Fortschritt der Expedition mitverfolgen will, kann das im Wochentakt auf den Newsseiten von Gore und Mammut tun.