24. Oktober, 2013 ,

Das Thema Risiko schließt eine erfolgreiche IMS-Woche

Sechs Tage einmalige Berggeschichten, Emotionen, Awards, Tagungen, Ausstellungen, Bücher und  Begegnungen – das ist die Bilanz des IMS 2013. Einmal mehr ist der Kiku. International Mountain Summit seinem Ruf gerecht geworden, Anziehungspunkt für die internationale Bergwelt zu sein.

Vom 17. bis 22. Oktober wurde in Brixen ausgiebig „abgeklettert“. Die Liste der anwesenden Bergsteiger hat den hohen Stellenwert der Veranstaltung in der Bergszene untermauert. Reinhold Messner, David Lama, Stefan Glowacz, Silvio Mondinelli, Andy Holzer, Catherine Destivelle, Silvia Vidal, Hansjörg Auer, Oswald Oelz, Benedikt Böhm, Ueli Steck und Simone Moro gaben sich die Ehre.

Die Zahlen rund um den IMS zeugen vom internationalen Interesse der  Veranstaltung:  8230 Besucher, 121 Journalisten aus 9 Nationen, 400 Besucher des Walk Day, 2400 Fotografen aus 100 Ländern beim IMS Photo Contest 2013 und 100 Referenten in 35 Einzelveranstaltungen.

Fünf Weltpremieren im Bereich Film, Buch und Awards fanden in den IMS Tagen im Forum Brixen statt. Neben den Alpenpioniere Award, wurde auch der erste Paul Preuss Preis vergeben. Reinhold Messner konnte diesen aus den Händen des Filmemachers Lutz Maurer entgegennehmen.

Die Organisatoren des IMS Markus Gaiser und Alex Ploner durften hingegen aus den Händen der SMG Präsidentin Uli Rubner den Südtirol Award der Kategorie Marketing entgegennehmen. Die höchste Wirtschaftsauszeichnung, die das Land Südtirol zu vergeben hat.

Einen besonderen Höhepunkt stellte der Auftritt des früheren Top-Managers Klaus Zumwinkel dar. Er saß mit seinem Seilpartner und Bergfreund Reinhold Messner zum Thema „Leadership“ auf der Bühne. „Ich bereue es, es war der größte Fehler meines Lebens“, mit diesen klaren Worten überraschte der verurteilte Steuersünder die anwesenden Zuhörer im Saal. So klar hatte dies Klaus Zumwinkel öffentlich noch nie gesagt.

Der blinde Bergsteiger Andy Holzer hat am Sonntag beim Walk Day aus seinem Leben erzählt, die Leute begeistert und den Sehenden die Augen für die Welt der Blinden geöffnet.

Die Überraschung des Festivals war aber zweifelsohne die Diskussion über den extremen Berg „Mountain Xtreme“. „Er hätte noch keine interessantere Diskussionsrunde bei einem Festival erlebt“, sagte Ausnahme-Kletterer Stefan Glowacz einem englischen Journalisten im Interview. Dafür sorgten auch die atemberaubenden Bilder des Wingsuit-Piloten Alexander Polli, dem eine große Karriere als Referent und Redner für Vorträge vorausgesagt wird.

Den krönenden Abschluss des Festivals bildete am Dienstag die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde „Leute, riskiert!“, in der der Beststeller-Autor Richard David Precht für einen risikoreichen philosophischen Moment sorgte. „Ein paar wenige Grenzgänger suchen das Risiko in waghalsigen Abenteuern. Die breite Masse scheint dagegen von einem wenig inspirierten Alltag in Stillstand zu verfallen“, sagte der Populärphilosoph vor ausverkauftem Haus.

Der Kiku. International Mountain Summit wird unterstützt von der Dachmarke Südtirol, KIKU,  BMW, Marmot, Raiffeisen, Gemeinde Brixen, Stiftung Sparkasse, Forum Brixen und GORE-TEX als
Premiumpartner.